02. Dezember 1967 – Die Geburtsstunde des FCW

Am 2. Dezember 1967 erblickt der FCW im Rahmen der Gründungsversammlung im Gasthaus Forstner (Rank) das Licht der Welt. 62 von den 84 anwesenden Fußballbegeisterten werden sofort Mitglied. Eine 13 Männer und Frauen umfassende Gemeinschaft nimmt sich der Herausforderung der Vereinsführung an und begleitet die ersten Meter des FCW entscheidend. Der FC Walkertshofen wird sofort zu einem prägenden Faktor im Dorfleben. Vereinsevents (Ausflüge, Sportlerbälle, uvm.) bilden die Highlights des Jahres und bestehen bis heute.

Die ersten Schritte

Bereits zur Saison 1968/69 wird der Spielbetrieb mit zwei Seniorenmannschaften und einem A-Jugendteam aufgenommen. Nachdem das erste Punktspiel (12.08.1969) mit 0:2 gegen den TV Meilenhofen verloren geht, fährt die Truppe um Rudi Gschlößl, Gottfried Riedmüller, Georg Steiger und Michael Senger gegen den FC Mühlhausen nur wenige Tage später in einem torreichen Spiel (5:4) den ersten Sieg der Vereinsgeschichte ein. Heimat des FCW ist zu dieser Zeit der legendäre Sportplatz hinter dem Gasthaus Pächtner.

Die Heimatsuche des FCW

Vom damaligen Pfarrer und FCW-Anhänger Cassius Aigner als „bessere Weide“ bezeichnet, ist der FCW-Gemeinde schnell bewusst, dass man bessere Fußballbedingungen schaffen will. Nach intensiven Sanierungsarbeiten in den Jahren 1972 und 1973, wobei sich die Auslinie des Ausweichplatzes am Wolfshausener Bach gefährlich nahe den fließenden Gewässern nähert, dient der Sportplatz beim Pächter dem FCW bis Ende der 70er Jahre als Heimat. Im Herbst 1981 erfolgt nach ausgiebiger Planung schließlich der Spatenstich für den Sportplatz an der Thonhauser Straße. Im Juli 1983 wird das neue Zuhause des FCW fertiggestellt und eingeweiht, es folgen über die Jahre hinweg immer wieder Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten (Trainingsplatzbau, Erweiterung Vereinsheim, Zuschauertribüne, Nordkurve sowie Stockschützenbahn), wodurch das FCW-Vereinsgelände heute zu den schönsten und modernsten im Umkreis zählt.

Die ersten sportlichen Erfolge

Dabei soll insbesondere die neue FCW-Stätte an der Thonhausener Straße nicht nur zahlreiche Fans und Mitglieder beheimaten, sondern auch der Ort werden, den die FCW-Gemeinde bis heute mit vielen Erinnerungen an Erfolge verknüpft. Während der erste Titel des FCW – die Reservemeisterschaft 1982 unter Coach Manfred Neubauer – noch nicht an der Thonhauser Straße sein Zuhause hat, soll das neue Vereinsgelände insbesondere in den 90er Jahren turbulente Zeiten erleben. Nachdem 1992 nach zwei Niederlagen in Entscheidungsspielen der Aufstieg in die B-Klasse noch hauchdünn verpasst wird, gelingt 1993 endlich der Aufstieg unter Erfolgscoach und Spielertrainer Georg Maier. Mit dem Aufstieg und dem gleichzeitigen Titelgewinn der zweiten Mannschaft geht die Saison 1992/93 als bis dahin erfolgreichste in die Geschichte des FC Walkertshofen ein und stellt ein ganzes Dorf auf den Kopf.

Der FCW um den Jahrtausendwechsel

Während an diesem Punkt viele denken, dass der FCW an der Spitze seiner sportlichen Möglichkeiten angelangt ist, wissen die Teams des FCW – wie in all den 50 Bestandsjahren – durch Zusammenhalt und Leidenschaft auch weiterhin für Furore zu sorgen. 1995/96 gelingt in einer fulminanten Saison der Truppe um Coach Maier der zweite Platz in der B-Klasse und somit die bis dahin beste Platzierung in der Historie des Walkertshofener Fußballclubs. Nach dem Abgang von Erfolgstrainer „Jesse“ Maier und einer sportlichen Übergangsphase, die auch den zwischenzeitlichen Abstieg beinhaltet, übernimmt 1998 schließlich Andreas Tzschökell das FCW-Ruder. Mit dem sofortigen Wiederaufstieg und einer über neun Jahre andauernden Amtszeit geht unser „Bubi“ nicht nur als langjährigster Trainer, sondern auch als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in die über 50-jährige Geschichte des Sportclubs ein. Sportlich durchlebt der FCW in diesen Phasen alle vorstellbaren Auf und Abs des Fußballs, wobei das Miteinander immer im Vordergrund stand. Nur so kann das Team von Trainer Tzschökell in den Entscheidungsspielen 2000 und 2002 als Sieger hervorgehen und den Klassenerhalt sichern.

Der Weg zum größten Erfolg der FCW-Geschichte

Nach dem Abgang von Coach Tzschökell zum Ende der Saison 2006/07 sucht der FCW lange nach Stabilität auf der Position des Trainers. Nach einem erneuten Erfolg in einem Abstiegsrelegationsspiel 2011 unter der Führung von Georg Maier und Alexander Wanke und weiteren drei Trainerwechseln gibt die Vereinsführung um Josef Dichtl jun. zur Saison 2015/16 die (erneute) Verpflichtung von Andreas Klein bekannt. Mit teilweise unorthodoxen, aber stets erfolgreichen Methoden und seinem ausgeprägten Kenntnis der Fußballszene baut Coach Klein Woche für Woche eine Mannschaft nach seinen Vorstellungen auf. Anfangs – auch aufgrund seiner ersten Amtszeit 2009 – noch etwas kritisch beäugt, wird dem FCW-Umfeld schnell bewusst, dass mit diesem Trainer und dieser Mannschaft Großes möglich ist. Pünktlich zum 50-jährigem Jubiläum des FCW gelingt schließlich der größte Erfolg der Vereinsgeschichte: der Aufstieg in die Kreisliga. Nach einer überragenden Saison 2016/17 steht die Elf um Trainer Klein mit 13 Punkten Vorsprung und einem Torverhältnis von 93:28 Toren unangefochten an der Spitze der Kreisklasse Laaber.

Der FCW heute

Im Gegensatz zu vielen Beobachtern, die den FCW – wieder einmal – an der Grenze der Möglichkeiten sehen und als potenziellen Abstiegskandidaten auf der Liste haben, weiß das Team um Trainer Andi Klein einmal mehr zu überzeugen. In einer Kreisligasaison mit teils unglaublichen Ergebnissen und Erlebnissen verpasst die Truppe aufgrund von Verletzungsproblemen nur knapp den zweiten Platz, der gleichbedeutend mit einem Relegationsspiel zur Bezirksliga gewesen wäre. Nach dieser nervenaufreibenden und fordernden Saison gibt Andi Klein, der für diesen Verein Unvorstellbares geleistet und sich längst in den FCW-Annalen verewigt hatte, sein Traineramt an den gebürtigen Hamburger Knut Schulz ab. Es folgt eine Saison, die von vielen Verletzungen geprägt ist, doch letzten Endes in einem soliden und ungefährdeten Mittelfeldplatz endet. Zur Saison 2019/20 dann der große Coup: Christian Brandl, einer der profilitiersten Stürmer über die Bezirksgrenzen hinaus, kann von der sportlichen Führung um Michael Kellerer, Stefan Freudenmacher und Thomas Eichstetter überzeugt werden, sich dem FCW als Spielertrainer anzuschließen. Im Gespann mit Vereins- und Trainerikone „Jesse“ Maier kämpft Coach Brandl mit seiner Truppe im dritten Kreisliga-Jahr in Folge um Punkte. Wie erfolgreich sich dies gestaltet und wer aktuell in rot und weiß auf dem Rasen steht, finden Sie im Reiter „Herrenmannschaften“.